Testen Sie, ob Ihr Kind süchtig nach Computerspielen ist, oder ob Sie sich keine Sorgen um eine Gaming- oder Mediensucht machen müssen. Wenn Sie sich zuerst einen Überblick verschaffen möchten, lesen Sie den Eltern-Ratgeber.
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Nach dem Test: Infos zu Computerspiel-Sucht
Seit 2018 ist Computerspiel-Sucht als „Gaming Disorder“ ganz offiziell als psychische Krankheit anerkannt. Damit hat die WHO auf eine Entwicklung reagiert, die sich seit der Verbreitung des Smartphones deutlich beschleunigt hat.
Mediensucht oder Computerspiel-Sucht – wo liegt der Unterschied?
„Mediensucht“ ist der Oberbegriff für den problematischen Umgang mit digitalen Medien – dazu zählen soziale Netzwerke, Videoplattformen, das Smartphone und eben Computerspiele. Die Computerspiel-Sucht (offiziell „Gaming Disorder“) ist davon die am besten erforschte und klarste definierte Form. Dieser Test ist gezielt auf das Computerspielen ausgerichtet, weil sich Warnzeichen, Verlauf und wirksame Gegenmaßnahmen hier deutlich von einer reinen Social-Media-Nutzung unterscheiden. Steht bei Ihrem Kind das Spielen am PC, an der Konsole oder am Smartphone im Vordergrund, sind Sie hier genau richtig.
Symptome
Die wichtigsten Kriterien, um normales Gaming von einer tatsächlichen Mediensucht bei Kindern zu unterscheiden sind:
- Das Kind hat Kontrolle über Dauer und Häufigkeit des Computerspielens verloren, und auch die Eltern haben keinen Einfluss darauf.
- Es vernachlässigt seine Pflichten in Schule und Alltag. Auch Freundschaften verliert es zunehmend. Alle anderen Hobbys abseits von Fortnite, FIFA und Smartphone sind uninteressant oder bereits aufgegeben.
- Es kann nicht dazu gebracht werden, weniger zu spielen – obwohl es unter den negativen Folgen (Schule, Konflikte, Gewicht etc.) leidet.
Folgen
Eine Computerspiel-Sucht bei Kindern und Jugendlichen hat gravierende psychische und körperliche Folgen.
- Freundschaften und Hobbys werden aufgegeben. Das Leben verlagert sich von der Realität in das Computerspiel.
- Einbruch der Leistung in der Schule, oft auch Schulabbruch oder Verlust des Ausbildungsplatzes.
- Körperliche Schäden, besonders beim Gewicht: Mangelernährung, Über- oder Untergewicht. Ebenfalls: Haltungsschäden und Kurzsichtigkeit.
- Schlafstörungen, speziell durch das Spielen bis in die späte Nacht.
Was Eltern tun können
Für leichte Fälle kann es genügen, das Problem und die eigenen Befürchtungen geschickt anzusprechen. Wenn die Eltern noch Einfluss haben, sollten Sie versuchen
- die Spielzeit zu reduzieren
- alte Hobbys zu reaktivieren
- eine der 3 Techniken zur Selbsthilfe anzuwenden: Belohnungspläne, Tageszeitkuchen und die Kosten-Nutzen-Analyse.
Nicht zu empfehlen sind generelle Computerspiel-Verbote oder technische Maßnahmen, wie den Router zu verstecken oder Spiele-Accounts heimlich zu löschen.
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Das geht den meisten Eltern in dieser Situation so. Ich schicke Ihnen gerne kostenlos eine übersichtliche Schritt-für-Schritt-Anleitung per E-Mail, wie Sie systematisch vorgehen können – vom Erkennen der Anzeichen bis zum richtigen Gespräch mit Ihrem Kind.
Professionelle Hilfe
Mittlerweile gibt es spezialisierte Psychologen für Computerspiel-Süchtige. So biete ich eine Online-Beratung für Computerspiel-Sucht an.
Auch einige Kliniken und Einrichtungen haben sich auf computerspielsüchtige Kinder und Jugendliche eingestellt. Bei einer generellen Mediensucht kann ein stationärer Aufenthalt helfen, tatsächlichen einen kompletten, kalten Entzug durchzuhalten.
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