Dr. Armin Kaser | Psychologe in Innsbruck

Ich bin Klinischer Psychologe und biete Online-Beratung zu Computerspiel-Sucht – Nur online im Video-Chat!

Sie suchen jedoch einen Psychologen mit Praxis in Innsbruck? Auch dann hilft Ihnen diese Seite weiter – mit Adressen für jede psychische Erkrankung (Depression, Burnout, Ängste… ), für psychologische Gutachten. Sie erfahren auch, wie viel eine psychologische Behandlung kostet und ob mit den Krankenkassen (TGKK/ÖGK, BVA, SVS) abgerechnet werden kann.

Bonus: Welche günstigen oder sogar kostenlosen Alternativen es zum Psychologen oder Psychotherapeuten gibt.

Einen Psychologen in Innsbruck finden

Am besten suchen Sie sich einen Spezialisten für Ihr Problem. Obwohl im Prinzip alle Psychologen (und Psychotherapeuten) jede psychische Störung behandeln können, spezialisieren sich die meisten Innsbrucker Kollegen auf ein oder mehrere psychische Störungen.

Spezialisten für Depression bieten spezielle Verhaltenstherapien, Psychologen für posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS) machen z. B. Fortbildungen in EMDR. Kinderpsychologen sind gut mit der Schulpsychologie vernetzt. Spezialisten wissen besser Bescheid über passende Einrichtungen (Klink, psychologischer Dienst und Ambulanzen) in Innsbruck, Innsbruck Land und Tirol und über Abrechnungen mit allen Kassen.

Sie können also eine Liste von Psychologen abarbeiten. Das Bundesministerium für Gesundheit führt eine Liste aller Psychologen Österreichs. Besser: Sie versuchen, gezielt einen Spezialisten für Ihr Problem zu finden, in Tirol und Innsbruck.

Die besten Adressen

Alkoholsucht

Die Behandlung von Alkohol- und Drogensucht wird als “warmer Entzug” durchgeführt, d. h. Medikamente helfen die Entzugserscheinungen wie Ängste, Unruhe, Kopfschmerzen, Krampfanfälle oder Delirium zu mildern. Zusätzlich wird an den psychischen Suchtursachen gearbeitet.

Im offenen Bereich der Psychiatrie bietet die Klinik Innsbruck einen stationären Alkoholentzug. Die Behandlung umfasst psychologische Beratung, Psychotherapie, Ergo- und Physiotherapie (Kochen, Nordic Walking), Sozialarbeit und Gespräche mit Angehörigen.

Das Gesundheitszentrum Mutters, nahe Innsbruck, ermöglicht eine anschließende ambulante oder stationäre Entwöhnungsbehandlung nach dem Entzug an der Psychiatrie Innsbruck. Dauer: in der Regel 8 Wochen, die Kosten übernehmen alle Krankenkassen.

Drogensucht

Die Psychiatrie Innsbruck bietet mit der Drogenambulanz psychologische Beratung, Sozialarbeit für Drogensüchtige, Therapie aufgrund einer richterlichen Weisung und Begleitung bis zu einer stationären Aufnahme. In der Substitutionsbehandlung werden Opiat-Abhängige (Herion, Morphium, Tilidin) mit Ersatzstoffen behandelt, um Entzugserscheinungen zu mildern.

Die Suchtberatung Tirol beschäftigt ebenfalls Psychologen und bietet anonym und kostenlos tirolweit Beratung für Drogenabhängige und Angehörige.

Medikamentensucht

Die Behandlung von Medikamentenabhängigkeit (Schlaf-, Beruhigungsmittel, Benzodiazepine) wird in Tirol ebenfalls von der Drogenambulanz der Uniklinik Innsbruck und der Suchtberatung Tirol übernommen.

Depression, Burnout und Stimmungsschwankungen

Affektive Störungen wie Manie, Depression oder Bipolar werden klinisch-psychologisch, psychotherapeutisch und in schweren Fällen auch mit Psychopharmaka behandelt. Eine gute erste Anlaufstelle kann Ihr Hausarzt sein.

Die Psychiatrie der Klinik Innsbruck bietet Sprechstunden für Stimmungsschwankungen und Phasenprophylaxe und bei Bedarf Behandlung durch Medikamente und Psychotherapie an.

Außerdem bietet die Psychiatrie Innsbruck bei schweren Fällen eine stationäre Therapie für bipolare Störungen und unipolare Depressionen. Behandelt wird mit Psychoedukation, Psychotherapie und Medikamenten.

Beziehung: Familien-, Paar- und Eheberatung /Paartherapie

Bei krankhafter Eifersucht ist die Beziehungsqualität durch das besitzergreifende Verhalten extrem eingeschränkt. Krankhafte Eifersucht wird psychologisch mit Verhaltenstherapie, Paartherapie und ggf. Medikamenten behandelt. Für Betroffene und Angehörige bietet die Psychiatrie Innsbruck eine Sprechstunde für Eifersucht an.

Für kürzere Beratungen bei Beziehungsproblemen sind Angebote der Caritas (kostenlos) und die Familienberatungsstelle des Landes Tirols (kostenlos) geeignet. Bei längeren und intensiveren Familien- oder Paartherapien sind niedergelassene Psychologen in eigener Praxis (privat bezahlt) die bessere Wahl.

Demenz

Gedächtnissprechstunden (Memory-Klinik) sind die schnellste und einfachste Möglichkeit, einen Verdacht auf Demenz abzuklären.

In der Gedächtnissprechstunde der Uniklinik Innsbruck besteht die Demenz-Diagnostik aus einem Arztgespräch mit körperlich/neuropsychologischer Untersuchung, einer Blutabnahme und ein Schädel-CT/MRT als bildgebendes Verfahren und ggf. Planung der weiteren Therapie (z. B. in Tiroler Pflegeheimen).

Die Gerontopsychiatrische Ambulanz des Landeskrankenhaus Hall in Tirol bietet ebenfalls eine Gedächtnissprechstunde. Außerdem erhalten Sie Sozialberatung zum Thema Demenz, z. B. Informationen zu ambulanten Einrichtungen wie Pflegediensten, Essen auf Rädern, Hausnotruf, Heim- und Familienhilfe, Hilfe bei Anträge auf Reha oder der Suche nach einem Heimplatz.

Psychologische Krisenintervention

Für psychiatrische Akut- und Notfälle stehen im geschlossenen Bereich der Psychiatrie Innsbruck 10 Betten bereit.

Bei psychologischen Krisen (z. B. plötzlicher Kindstod, außergewöhnliche Todesfälle, schweren Unfällen, Suiziden von Angehörigen, Katastrophen) können Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und Notarzt das Kriseninterventionsteam (Rotes Kreuz) anfordern. Die psychologisch geschulten Fachkräfte helfen kurzfristig bei der emotionalen Stabilisierung während der ersten Stunden.

Schizophrenie

In der Psychosensprechstunde der Psychiatrie Innsbruck werden stationäre und ambulante Schizophrenie-Patienten betreut. Jedem Patienten ist ein Case Manager zugeteilt, der hauptverantwortlich für den Patienten ist.

Probleme in Schule

An die Schulpsychologie wenden sich Eltern, wenn das Kind nicht lernen will/kann, nur sehr unwillig in die Schule geht, in mehreren Fächern große Schwierigkeiten hat, in der Klasse durch ständige Störungen und destruktives Verhalten auffällt oder die Lehrer bitten, mit dem Kind zum Schulpsychologen zu gehen.

Die Tiroler Schulpsychologie ist nicht an eine Schule angeschlossen. Sie können die schulpsychologischen Beratungsstellen direkt kontaktieren. Die Beratung ist kostenlos und umfasst:

  • Diagnostik: Verhaltensbeobachtung und psychologische Testung zu Intelligenz, Entwicklungsstörungen, ADHS, Schulreife u. v. m.
  • Psychologische Beratung zu Problemen in der Schule. In Ausnahmefällen auch therapeutische Maßnahmen über mehrere Sitzungen (Prüfungsangst, Mobbing).
  • Krisenintervention: etwa bei drohendem Schulabbruch oder -ausschluss, Selbstmorddrohungen oder Suizidgedanken, familiären Problemen (Scheidung, Tod) und Tod eines Mitschülers.
  • Bildungsberatung zur Schul- und Berufswahl: Tests und Gespräche, um Begabungen und Interessen zu erkennen und den richtigen Ausbildungsweg oder Beruf zu finden.

Studierendenberatung für Probleme im Studium

Die Studentenberatung/Studierendenberatung ist eine offizielle Einrichtung der Universität Innsbruck, um Ihren StudentInnen bei psychologischen Problemen zu helfen. Beratung ist kostenlos und hilft bei:

  • Studien- und Berufswahl (kostenloses Beratungsgespräch auch für MaturantInnen)
  • Lernschwierigkeiten, Lernstörungen, Prüfungsangst, Stressmanagement
  • Psychischen Problemen, u. a. Ängste, Depressionen, Einsamkeit, soziale Phobie, Essstörungen, Krisen, Schlafstörungen, Selbstmordgedanken und -absichten, selbstverletzendes Verhalten, Sucht, Trauma, Zwangsstörungen

Trauma und posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)

Naturkatastrophen, Kriege, Kindesmisshandlungen, Vergewaltigungen oder Unfälle können ein Psychotrauma auslösen. Die bekannteste Form davon ist die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS).

Die wirksamsten Methoden zur Traumatherapie sind EMDR und kognitive Verhaltenstherapie. Helfen kann die Psychotraumatologie der Psychiatrie Innsbruck.

Selbsterfahrung und Persönlichkeitsentwicklung

Man kann auch zum Psychologen, ohne an einer behandelnswerten Störung zu leiden. In der Selbsterfahrung (nicht-therapeutisch) lernt man sich selbst besser kennen, seine Stärken und Schwächen, seine Motive und Verhaltensmuster.

Manchen geht es darum, dem Leben eine neue Richtung zu geben oder einen Sinn darin zu finden – in Zusammenarbeit mit einem Psychologen oder Psychotherapeuten.

Anders ist das in der therapeutischen Selbsterfahrung, die Bestandteil der Ausbildung zum klinischen Psychologen oder Psychotherapeuten ist. Der/die angehende Psychologe/-in erfährt dabei in der Rolle des Patienten die Methode und Wirkung von psychologischen und psychotherapeutischen Techniken.

Meine Empfehlung: Die günstigsten Angebote zu Selbsterfahrung erfragen Sie immer bei den Ausbildungsinstituten (AAP, Schloss Hofen etc.) oder in Facebookgruppen, die sich “Ausbildung klinische Psychologie und Gesundheitspsychologie” oder “Pioniere der Klinischen Psychologie” nennen . Selbsterfahrung zur Ausbildung zum Klinischen Psychologen kostet ca. 15 € in der Gruppe und ca. 50 € im Einzel (pro Einheit).

Supervision

Psychologen und Psychotherapeuten, aber auch Sozialarbeiter, Erzieher, Ärzte oder Lehrer selbst nutzen Supervision bei Psychologen. Supervision hilft, mit schwierigen Situationen im eigenen Beruf besser umzugehen.

In der Ausbildung zum Klinischen Psychologen ist eine bestimmte Anzahl von Supervisionseinheiten vorgeschrieben. So soll die Qualität der psychologischen und psychotherapeutischen Arbeit in Österreich sichergestellt werden.

Meine Empfehlung: Die günstigsten Angebote zu Supervision werden von den Ausbildungsinstituten vermittelt. Die Angebote der niedergelassenen Psychologen starten bei 20 €/Einheit für Supervision in der Gruppe und 50 € für Einzelsitzungen.

Wie viel kostet ein Psychologe in Innsbruck?

Psychologen rechnen meist in Stunden ab und kosten 90-120 €/Stunde. Generell sind Psychologen privat zu bezahlen.

Kostenzuschuss für Klinische Psychologen – Stand Juni 2024

Seit 2024 gibt es die Möglichkeit eines Kostenzuschusses – einen Teil des Honorars bekommen sie dann von der Krankenkasse rückerstattet.

KrankenkasseZuschuss pro Psychotherapie-Einzelsitzung
ÖGK (Österreichische Gesundheitskasse)33,70 €
BVAEB (Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter, Eisenbahnen und Bergbau)45,00 €
SVS (Sozialversicherungsanstalt der Selbständigen und Bauern)46,60 €
Kostenzuschüsse der österreichischen Krankenkassen für 60 Minuten-Sitzung beim Klinischen Psychologen.

Für den Kostenzuschuss brauchen Sie zusätzlich eine ärztliche Untersuchung. Sie kann aber auch erst nach der ersten Einzelsitzung mit Ihrem Klinischen Psychologen stattfinden – besprechen Sie das mit ihm. Ob Online-Behandlungen bezuschusst werden können, ist weiterhin unklar.

Kassenleistung | Diagnostik bei psychischen Störungen

Wenn der Psychologe das Vorliegen einer psychischen Störung abklären soll, bezahlen alle Krankenkassen. Psychische Störungen sind z. B. Depression, ADHS, Ängste, Zwänge oder Persönlichkeitsstörungen.

Beispiel: Der Psychologe soll feststellen, ob Sie an einer Depression leiden. Dazu spricht er mit Ihnen, macht mit Ihnen den psychologischen Test „Beck-Depressions-Inventar“. Danach besprechen Sie, welche Möglichkeiten es für Sie gibt (z. B. psychologische Behandlung, Antidepressiva…).

Damit die Krankenkasse am Ende die Kosten übernimmt, brauchen Sie eine ärztliche Zuweisung von einem Kassen- oder Wahlarzt. Mit der Zuweisung suchen Sie aus der Liste der Krankenkasse einen Vertrags- oder Wahlpsychologen aus.

  • Vertragspsychologen (≈Kassenpsychologe) rechnen direkt mit der Krankenkasse ab. Die Krankenkasse bezahlt den vollen Betrag.
  • Wahlpsychologen haben keinen Vertrag mit der Krankenkasse. Sie bezahlen die Diagnostik zuerst selbst. Die Honorarnote (≈Rechnung) reichen Sie zur Kostenerstattung bei Ihrer Krankenkasse ein. Sie bekommen (nur) 80 % jenes Betrages, den ein Vertragspsychologe bekommen würde, von der Krankenkasse zurück.

Privat bezahlt | Sonstige psychologische Diagnostik

Es gibt auch psychologische Diagnostik abseits von psychischen Störungen. z. B. Aussagen über Einschulung von Kindern, Studienzulassung, Berufseignung, Fahrtauglichkeit u. v. m. Diese müssen sie selbst bezahlen.

Psychologische Behandlung | Privat bezahlt

Eine klinisch-psychologische Behandlungseinheit (50 Minuten) kostet meist 90-120 €. Am besten fragen Sie schon beim Vereinbaren des Termins, welche Kosten auf Sie zukommen. Neu seit 2024 – die Möglichkeit auf einen Kostenzuschuss.

Psychologische Gutachten

Psychologische Gutachten können ausschließlich von klinischen Psychologen erstellt werden. Sie klären z. B. Fragestellungen zu Arbeitsfähigkeit, Waffenbesitz, Verkehrspsychologie.

Die Kosten richten sich meist nach Zeitaufwand, oft werden 120 €/Stunde berechnet, manchmal ist der Betrag auch gesetzlich festgelegt, z. B. bei Gerichtsgutachten.

Gutachten für die Ausbildung zum Klinischen Psychologen

Für die Anmeldung zur postgraduellen Ausbildung Klinischer Psychologie wird ein klinisch-psychologisches Gutachten benötigt, das die psychische Gesundheit und Eignung des Kandidaten nach Psychologengesetz § 7 sicherstellt. Ausschlussgründe sind z. B.:

  • Wenn eine psychische Störung die Tätigkeit als klinischer Psychologie unmöglich machen würde
  • Mangelnde Verlässlichkeit oder Glaubenswürdigkeit
  • nicht ausreichende Belastbarkeit, Stresstoleranz oder Reflexionsvermögen
  • Mangelnde Empathie, Beziehungs- und Distanzierungsfähigkeit

Das Gutachten muss privat bezahlt werden, kann aber als Werbungskosten steuerlich abgesetzt werden. In der Regel wird in 1,5 bis 2 Stunden ein ausführliches Explorationsgespräch geführt und dann mit psychologischen Tests die Persönlichkeit des Kandidaten geprüft.

Der psychologische Gutachter kann über Dauer und eingesetzte Methoden und Tests aber frei entscheiden, deshalb sind die Kosten sehr unterschiedlich. Vor allem im Raum Wien finden sich günstige Angebote um pauschal 150 €, aber auch Preise über 500 € werden berichtet. Empfehlungen für den Raum Innsbruck gebe ich gerne auf Nachfrage.

Waffenpsychologisches Gutachten/Waffenverlässlichkeitsprüfung

Wer in Österreich eine Schusswaffe erwerben will, muss sich vorher ein gesetzlich vorgeschriebenes Gutachten besorgen. Dabei wird die emotionale Stabilität, Selbstkontrolle und Risikobereitschaft untersucht.

Die Untersuchung dauert ca. 2 Stunden und kostet gemäß Gesetz 283,20 €. Nicht alle Psychologen bieten dieses Gutachten an, weil sie dafür zusätzliche Voraussetzungen vorweisen müssen. Eine Liste dieser “Waffenpsychologen” führt die “Interessengemeinschaft Waffenrecht in Österreich”.

Psychologisches Gutachten bei Adipositas

Dieses Gutachten benötigen Sie für eine Magenbypass-, Schlauchmagen- oder Magenband-Operation. Mit psychologischen Tests wird die Persönlichkeit, mögliche psychische Begleiterkrankungen oder die Emotionsregulation geprüft. Im Anamnesegespräch werden Punkte wie

  • Essverhalten (heute und in der Kindheit),
  • Bisherige (erfolglose) Maßnahmen,
  • Körperliche Aspekte: gewichtbedingte Krankheiten, Einschränkungen und Schäden,
  • Psychische Aspekte: Leidensdruck, Selbstwert, Umgang mit negativen Gefühlen, Wünsche und Hoffnungen, Suizidgefahr besprochen.

Eine Liste spezialisierter Adipositas-Chirurgen Innsbrucks führt die Österreichischen Gesellschaft für Adipositas-Chirurgie. Das Adipositas-Gutachten kostet ca. 250 €, die von der Krankenkasse teilweise rückerstattet werden können.

Psychologisches Gutachten vor Schönheitsoperationen

Manche Chirurgen verlangen für größere ästhetische-chirurgische Operationen ein psychologisches Gutachten. Die psychologische Untersuchung dauert 1-2 Stunden.

Neben einem ausführlichen Anamnesegespräch über Ihren Leidensdruck und den Gründen für die Operation sind psychologische Tests zur Persönlichkeit, zum eigenen Körperbild, zu psychischen Symptomen oder Körperdysmorphie üblich. Dieses Gutachten für eine Schönheits-OP muss privat bezahlt werden und kostet ca. 250 €.

Psychologisches Gutachten für Adoption

Wer in Österreich ein Kind adoptieren will, benötigt auch ein psychologisches Gutachten.

In der Begutachtung werden Kinderwunsch, die Motivation zur Adoption, gegebenenfalls Ihre Partnerschaft, Geschwisterkinder und erweiterte Familienstruktur und Ihre Erwerbstätigkeit und finanzielle Situation besprochen.

Das Gutachten für Adoption kostet ca. 300 € und muss privat bezahlt werden. Ein guter Ansprechpartner bei Adoptionen ist die Adoptionsberatung der Caritas Tirol.

Psychologisches Gutachten bei Arbeitsunfähigkeit

Bei Anträgen zur Verlängerung des Krankenstandes, einem Pensionsantrag, bei Invaliditätspension oder Berufsunfähigkeit kann ein psychologisches Gutachten nötig werden. Dabei wird geprüft, ob psychische Erkrankungen (häufig Depressionen, Burnout) vorübergehend oder dauerhaft arbeitsunfähig machen.

Im Anamnesegespräch werden die psychischen Belastungen und der Leidensdruck erhoben. Mit psychologischen Tests können die Persönlichkeit, kognitive Leistungsfähigkeit und Schwere der psychischen Beeinträchtigung festgestellt werden.

Die Untersuchung zur Arbeitsunfähigkeit dauert ca. 2-3 Stunden und kostet ca. 350 €. Ein guter Ansprechpartner für Informationen zur Arbeitsunfähigkeit ist die Arbeiterkammer.

Psychologisches Gutachten bei Demenzverdacht

Demenz (Alzheimer) ist eine fortschreitende Beeinträchtigung der Gehirnfunktion. Mit Medikamenten (Antidementiva) kann versucht werden, den Verlauf zu verlangsamen. Deshalb ist eine frühe Diagnose wichtig.

Außerdem wird bei älteren Menschen eine Depression oft als Demenz falsch interpretiert. Dann leiden die Patienten unnötig, denn eine Depression kann gut behandelt werden.

Die Untersuchung zu Demenz dauert ca. 2 Stunden. Im Anamnesegespräch werden psychische Symptome (Interessenverlust, Reizbarkeit, Überforderung) abgefragt. Neuropsychologische Tests wie Mini-Mental-Status-Test oder der Uhren-Zeichen-Test überprüfen Konzentration, Kurzzeitgedächtnis, Sprache und Orientierung.

Sie wenden sich am besten an die Demenzhilfe Tirol und die Gedächtnissprechstunde der Klinik Innsbruck.

Psychologisches Gutachten für Vollnarkose beim Zahnarzt

Wenn sich die Angst vor dem Zahnarzt sich bis zur Zahnarztphobie steigert, ist ein Zahnarztbesuch nur mit Narkose möglich.

Symptome einer Zahnarztphobie sind Schweißausbrüche, Herzrasen, Übelkeit, starke Angstzustände und das Aufschieben von Kontrollbesuchen auch bei starken Beschwerden.

Die Krankenkasse kann die Kosten der Narkose (teilweise) übernehmen, wenn der Patient ein klinisch-psychologisches Gutachten über seine Zahnbehandlungsphobie vorlegen kann.

Die Untersuchung dauert ca. 1,5 Stunden und besteht aus einem ausführlichen Anamnesegespräch und psychologischen Tests.

Psychologe, Psychotherapeut & Psychiater?

Die Berufsgruppen unterscheiden sich erster Linie in den Ausbildungswegen. Deshalb sind bestimmte Tätigkeiten gesetzlich Psychologen und Psychiatern vorbehalten.

Klinischer PsychologePsychotherapeutPsychiater
StudiumPsychologie-Studiumnicht VoraussetzungMedizin-Studium
AusbildungKlinische AusbildungPsychotherapie-AusbildungFacharzt-Ausbildung
Dauer min. 7 Jahre min. 5 Jahremin. 12 Jahre
ArbeitsweiseAuswahl aus allen psychologischen MethodenAusbildung in einer Therapiemethodev. a. Medikamente verschreiben, teilweise auch Psychotherapie
LeistungenDiagnostik +
Behandlung +
Gutachten
BehandlungDiagnostik + Behandlung
Die Unterschiede zwischen Psychologe, Psychotherapeut und Psychiater.

Der Unterschied: Psychologe vs. Klinischer Psychologe

Beide haben ein Psychologiestudium absolviert, bis zum Diplom oder Master dauert das mindestens 5 Jahre. Studieren kann man (mit Aufnahmetest) entweder an einer Universität oder einer privaten Fachhochschule.

Innerhalb der Regelstudiendauer muss man an den staatlichen Universitäten keine Studiengebühren zahlen. Private Universitäten sind hingegen sehr teuer.

Der Klinische Psychologe ist ein österreichisches Unikat: Um als Psychologe in Österreich tatsächlich mit Patienten arbeiten zu dürfen, reicht das Psychologiestudium noch nicht.

Dazu muss an das Psychologiestudium eine 2-jährige Ausbildung zum Klinischen Psychologen angehängt werden. In Theorie und Praxis werden Themen wie Psychopathologie, Psychopharmakologie, Psychiatrie und Neurologie abgedeckt. Der österreichische Klinische Psychologe entspricht also am ehesten dem deutschen Psychologischen Psychotherapeuten.

Nur mit dieser Ausbildung darf der Klinische Psychologe Diagnosen (z. B. “Sie haben eine Depression.”) und psychologische Befunde und Gutachten erstellen. Psychologen ohne klinische Ausbildung oder Psychotherapeuten dürfen das nicht.

Der Unterschied: Psychiater vs. Psychologe

Der Psychiater ist der Facharzt für die Behandlung psychischer Erkrankungen. Psychiater wird man, indem man das Diplomstudium Humanmedizin absolviert und anschließend ein Klinisch-Praktisches Jahr (KPJ) und eine Facharztausbildung für Psychiatrie anhängt.

Der größte Unterschied zum Psychologen: Weil der Psychiater ein Medizinstudium absolviert hat und Arzt ist, darf er Medikamente verschreiben, z. B. Antidepressiva.

Der Unterschied: Psychotherapeut vs. Psychologe

Ein Psychotherapeut hat (meistens) nicht Psychologie studiert, es können auch Sozialarbeiter, Krankenschwestern, Kindergärtnerinnen oder Lehrer sein, die eine mehrjährige Psychotherapieausbildung absolviert haben.

Psychotherapeuten sind deshalb meistens nicht zugleich Psychologe: nur 22 % der Psychotherapeuten haben Psychologie studiert. Psychotherapeuten dürfen laut Psychotherapiegesetz psychische Krankheiten zwar behandeln, jedoch keine Diagnosen erstellen oder psychologische Gutachten verfassen.

Im Gegensatz zu Psychologen oder Psychiatern gibt es in der Psychotherapie verschiedene Verfahren (“Schulen”), für die sich Psychotherapeuten in der Ausbildung entscheiden. Diese Psychotherapie-Verfahren unterscheiden sich darin:

  1. Wie sie die Persönlichkeit von Menschen erklären
  2. Wie sie die Entstehung von psychischen Störungen erklären
  3. Welche Methoden Sie für die Behandlung von psychischen Störungen anwenden.

Für welche Richtung (oder “Psychotherapie-Schule”) sich die angehenden Therapeuten entscheiden, hängt neben dem eigenen Interesse oft auch von der Entfernung zum Ausbildungsort ab. Und nicht zu vergessen: Wie viel die Ausbildung kostet.

Verhaltenstherapie (65 Psychotherapeuten in Innsbruck) ist recht beliebt, weil günstig in der Ausbildung (ca. 27.700 €), wissenschaftlich gut untersucht und praxisorientiert. In der Verhaltenstherapie werden psychische Erkrankungen als Ergebnis von ungünstigen Lernerfahrungen gesehen.

Deshalb werden in der Verhaltenstherapie ungünstige Denkmuster bearbeitet und neue, bessere Verhaltensweisen gelernt und eingeübt. Es wird mit konkreten Situationen und Problemen aus dem Alltag gearbeitet und gezielt auf die Zeit nach der Therapie vorbereitet. Eine Verhaltenstherapie könnte Ihnen gefallen, wenn Sie schnelle Erfolge möchten (1x pro Woche, 25-60 Sitzungen sind üblich) und gerne konkret, alltagsrelevant und planvoll vorgehen.

Psychodrama (64 Psychotherapeuten) ist in Innsbruck ebenfalls recht verbreitet, weil die Psychotherapie-Ausbildung zu Psychodrama von der Universität Innsbruck verhältnismäßig günstig angeboten wurde (ca. 25.600 €). Psychodrama könnte Ihnen gefallen, wenn Sie eher eine lebendige Therapie möchten: so werden etwa in Rollenspielen verdrängte Motive und Gefühle aufgespürt.

Die Psychoanalyse (91 Psychotherapeuten, ab 47.000 €) steht, je nach Therapeut, mehr oder weniger in der Tradition des bekanntesten Psychoanalytikers überhaupt: Sigmund Freud. Es geht um Ich, Es und Über-Ich, um Triebe, Libido und Ödipuskomplex. Träume werden gedeutet, Patient und Therapeut versuchen inneren Konflikten und dem Unbewussten auf die Spur zu kommen. Klassisch im Liegen auf der Couch – oder etwas moderner im Sitzen. Psychoanalyse könnte Ihnen gefallen, wenn Sie sich gerne mit Ihrer Vergangenheit beschäftigen und Sie viel Zeit mitbringen: 160-300 Sitzungen, 2-4 Sitzungen pro Woche sind üblich.

Und welche Verfahren wenden Klinische Psychologen an?

Klinische Psychologen wählen frei aus allen Behandlungsmethoden und Techniken, die sich in wissenschaftlichen Untersuchungen als wirksam erwiesen haben.

Dadurch können sie ganz gezielt die beste und passendste Behandlungsmethode – von Verhaltenstherapie, Psychoanalyse oder systemische Schule – aussuchen, die genau zu Ihrem Problem, Ihrer Störung und auch zu Ihren persönlichen Präferenzen passt.

Für viele psychische Erkrankungen gibt es spezielle psychologische Techniken. Etwa

  • EMDR zur Behandlung von posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS),
  • kognitive Verhaltenstherapie gegen Depressionen,
  • Konfrontationstherapie gegen Ängste und Phobien,
  • klinisch-psychologische Programme für Schmerzbewältigung,
  • Retraining bei Tinnitus,
  • Entspannungsmethoden wie Autogenes Training bei Stress und Burnout.

Wenn es für Ihr psychisches Problem spezielle Therapieprogramme gibt, sollten Sie einen Psychologen suchen, der diese anbietet.

Den Richtigen finden

Psychologische Behandlung wirkt am besten, wenn die Chemie zwischen Psychologe und Patient passt – das wurde in wissenschaftlichen Studien eindeutig nachgewiesen. Aber wie finden Sie den Richtigen?

Checkliste: Was sollte im Erstgespräch besprochen werden?

Klären Sie mit Ihrem Psychologen jedenfalls im Erstgespräch oder am besten schon vorab am Telefon diese Punkte:

  1. Was sind Ihre Erwartungen, Vorstellungen?
  2. Welches Therapieziel möchten Sie erreichen?
  3. Wie lange soll die Therapie (grob geschätzt) dauern?
  4. Wie hoch ist das Stundenhonorar?
  5. Wie sollen die Rechnungen beglichen werden?
  6. Soll privat bezahlt werden oder kommen Kassenzuschüsse und andere Modelle infrage?
  7. Was passiert bei Urlaub, Ausfällen oder Absagen wegen Krankheit?

Schneller finden: 4 Tipps

  1. Bezahlen Sie privat: Von der Krankenkasse bezahlte Therapieplätze (“Modellplätze”) sind begrenzt (z. B. bei der Österreichischen Gebietskrankenkasse nur 6 Plätze pro Therapeut). Selbstzahler bekommen deshalb eher einen Platz.
  2. Lassen Sie sich verweisen: Hat ein Psychotherapeut keinen Platz für Sie frei, fragen Sie noch am Telefon nach einer Empfehlung. Oft kennt er einen Kollegen, der noch Kapazitäten hat.
  3. Rufen Sie zum richtigen Zeitpunkt an: Einheiten beim Psychotherapeuten beginnen meist zur vollen Stunde, dauern aber nur 45 oder 50 Minuten. Das heißt, zwischen diesen 10 Minuten hat er am ehesten für Sie Zeit (z. B. von 14:50 bis 15:00 Uhr).
  4. Online-Beratung: Manche Psychotherapeuten bieten inzwischen auch Beratung per Video-Chat an. Dann sind Sie nicht mehr auf Psychotherapeuten in Ihrer Umgebung beschränkt, haben also mehr Auswahl. In der Regel müssen Sie die Beratung aber dann privat bezahlen.

Viel Erfolg bei der Suche!

5+ günstige Alternativen

Psychlogische Behandlung kann teuer werden. Für einkommensschwache Menschen in Notlagen gibt es einige Möglichkeiten, günstiger an psychologische Hilfe zu kommen.

1. Psychotherapie mit Kostenzuschuss der Krankenkasse

Leider unterscheiden österreichische Krankenkassen zwischen psychologischer Behandlung (beim Psychologen) und Psychotherapie (beim Psychotherapeuten).

Während psychologische Behandlung in Österreich selbst bezahlt werden muss, gibt es bei Psychotherapie (beim Psychotherapeuten) Möglichkeiten, die Krankenkasse zu beteiligen. Die Höhe dieses Zuschusses zu Psychotherapie hängt von Ihrer Krankenkasse ab.

KrankenkasseAlter NameZuschuss pro Psychotherapie-Einzelsitzung
ÖGK (Österreichische Gesundheitskasse)TGKK (Tiroler Gebietskrankenkasse)28,00 €
BVAEB (Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter, Eisenbahnen und Bergbau)VAEB (Versicherungsanstalt für Eisenbahnen und Bergbau) und
BVA (Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter)
40,00 €
SVS (Sozialversicherungsanstalt der Selbständigen und Bauern)SVB (Sozialversicherungsanstalt der Bauern)
und
SVA (Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft)
40,00 €
Übersicht: Wie viel bezahlen österreichische Krankenkassen bei Psychotherapie, Stand 11.10.2021

Beispiel: Sie absolvieren 5 Sitzungen á 50 Minuten bei einem Psychotherapeuten. Jede Sitzung kostet 80,00 €. Dann bezahlen Sie 5 × 80,00 € = 400 €. Von Ihrer Krankenkasse, der ÖGK holen Sie sich nun 5 × 28,00 € = 140 € zurück. Die restlichen 260 € haben sie also selbst bezahlt.

2. Psychotherapie mit dem “Tiroler Modell” (“Modellplatz”)

Psychotherapie kann in Österreich auch als Sachleistung direkt mit dem Sozialversicherungsträger verrechnet werden. Das sind die häufig genannten “Modellplätze” oder Therapie im “Tiroler Modell”, die Ihnen bei der Psychotherapeutensuche in Innsbruck oft genannt werden.

Ob Sie einen solchen Modellplatz bekommen können, hängt von 2 Voraussetzungen ab:

  1. Dem Schweregrad Ihrer psychischen Störung: Nur bei schwereren psychischen oder psychosomatischen Erkrankungen oder Störungen wird ein Modellplatz genehmigt, z. B. einer schweren Depression.
  2. Ihrer Krankenkasse: Alle Kassen bieten Modellplätze an, allerdings ist die Gesamtzahl der Modellplätze der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) gedeckelt. Deshalb bleiben für jeden Psychotherapeuten nur eine begrenzte Anzahl von Modellplätzen, die er anbieten kann. SVS und BVAEB begrenzen ihr Kontingent nicht. Deshalb haben es ÖGK-Versicherte (früher Tiroler Gebietskrankenkasse, TGKK) am schwersten. Tirols Psychotherapeuten können nur 2-6 Modellplätze für ÖGK-Patienten anbieten.

Ein Modellplatz ist meistens nicht kostenlos. Abhängig von Ihrer finanziellen Situation bezahlen Sie einen Selbstkostenbeitrag von 0-30 € pro Sitzung. Modellplätze gibt übrigens es auch für Kinder und Jugendliche (mit abweichenden Regelungen).

So finden Sie einen Modellplatz: Fragen Sie bei einem Psychotherapeuten aus der Modellplatzsuche nach, ob er einen freien Platz für Sie hat. Wenn Sie NICHT ÖGK-Versicherter sind, erwähnen Sie das schon am Telefon! Dann bekommen Sie viel eher einen Platz. Nach dem Erstgespräch holen Sie sich noch eine ärztliche Bestätigung, mit der der Therapeut einen Behandlungsantrag stellt.

3. Psychotherapeuten in Ausbildung (i. A.) – ab 30 €/h

Im letzten Teil ihrer Ausbildung dürfen angehende Psychotherapeuten bereits selbstständig mit Patienten arbeiten. Dabei werden sie von erfahrenen Psychotherapeuten begleitet und beraten (Supervision). Diese Psychotherapeuten i. A. bieten ihre Sitzungen oft zu günstigeren Preisen an (ab 30 €/Stunde).

Der Landesverband für Psychotherapie listet in seiner Online-Suche zurzeit für Innsbruck 65 Psychotherapeuten i. A.

4. Psychosoziale Beratung der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK)

Die Österreichische Gesundheitskasse (früher TGKK, Tiroler Gebietskrankenkasse) bietet eine kostenlose Hotline als Orientierungshilfe für Behandlungssuchende: +43 664 1991991, Mo-Fr. 10:00 – 12:00 Uhr.

An die Hotline können Sie sich bei Symptomen wie Schlafstörungen, Ängsten, depressiven Verstimmungen, Essstörungen oder Selbstverletzungen wenden.

In einem vertraulichen Einzelgespräch wird dann abgeklärt, welche Behandlungsmethoden es gibt, wie lange eine Therapie dauert und wie hoch die Kosten wären.

5. Telefonische Gesundheitsberatung – 1450

Seit November 2019 ist die telefonische Gesundheitsberatung des Bundesministeriums für Gesundheit und der Sozialversicherungen unter 1450 (ohne Vorwahl) rund um die Uhr kostenlos erreichbar.

Die speziell geschulten KrankenpflegerInnen beraten, geben Empfehlungen und entsenden in Notfällen auch den Rettungsdienst. Besonders hilfreich, wenn Sie nicht wissen, ob sie sich an Hausarzt, Psychiater, Psychologen, Psychotherapeuten oder eine psychiatrische Ambulanz wenden sollen.

6. Klinische Psychologie | Klinik Innsbruck

Die Abteilung “Klinische Psychologie und psychotherapeutische Ambulanz” bietet auch ambulaten psychologische Dienstleistungen:

  • psychologische Diagnostik (Intelligenztests, Persönlichkeitstests, Neuropsychologische Untersuchungen),
  • psychologische Behandlung (Verhaltenstherapie, kognitive Depressionsbehandlung, Biofeedbacktraining, Entspannungstraining) sowie
  • Gutachten für Verkehrspsychologie und Waffenrechtliche Verlässlichkeitsprüfung.

7. Psychiatrische Ambulanz

Ambulanzen sind die richtige Anlaufstelle bei akuten Fälle und Krisen, weniger für psychiatrische Betreuung (darum kümmern sich eher niedergelassene Kollegen). Ihren Patienten bietet sie Beratung, Diagnostik und Therapie für psychische Probleme oder psychiatrische Krankheiten, die keiner stationären Behandlung bedürfen. Außerdem können Patienten, die aus dem stationären Bereich entlassen wurden, nachbetreut werden.

Die Ambulanz Psychiatrie der Klinik Innsbruck ist zuständig für den Bezirk Innsbruck-Stadt. Die Ambulanz Landeskrankenhause Hall ist zuständig für die Bezirke Innsbruck-Land und Schwaz.

8. Kinder- und Jugendpsychiatrie | Landeskrankenhaus Hall

Die Abteilung Kinder- und Jugendpsychiatrie bietet psychologische Diagnostik, Beratung, Behandlung und Rehabilitation für Minderjährige.

Behandelt werden psychiatrische Notfälle im gesamten Einzugsgebiet Tirol, Essstörungen, Entwicklungsstörungen oder selbstverletzendes Verhalten, bei Kinder und Jugendlichen bis 18 Jahren.

Dr. Armin Kaser | Profilfot