Dr. Armin Kaser | Psychologe in Innsbruck

Ich bin Klinischer Psychologe und biete Online-Beratung zu Computerspiel-Sucht – Nur online im Video-Chat!

Sie suchen aber einen Psychologen mit Praxis in Innsbruck? Auch dann hilft Ihnen diese Seite weiter – mit Spezialisten und Anlaufstellen für jedes psychische Problem und wie viel das kostet.

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Wie finden Sie einen Psychologen mit Praxis in Innsbruck?

Am besten suchen Sie sich einen Spezialisten für Ihr Problem. Obwohl im Prinzip alle Psychologen (und auch Psychotherapeuten) jede psychische Störung behandeln bzw. therapieren können, spezialisieren sich die meisten Kollegen auf ein oder mehrere Störungsbilder.

Spezialisten für posttraumatische Belastungsstörungen machen z. B. Fortbildungen in EMDR, Kinderpsychologen sind gut mit der Schulpsychologie vernetzt. Spezialisten wissen meist auch besser über passende Einrichtungen und Anlaufstellen Bescheid.

Alkohol- und Drogensucht

Die Behandlungen von Alkohol- und Drogensucht sind meist langwierig. Der Entzug wird in der Regel als “warmer Entzug” durchgeführt. Dabei helfen Medikamente, die Entzugserscheinungen zu mildern. Der beste Ansprechpartner ist deshalb die Psychiatrie Innsbruck.

Entzugsklinik für Alkoholabhängige in Tirol
An der Psychiatrie der Uniklinik Innsbruck kann ein stationärer Alkoholentzug durchgeführt werden.

Drogenambulanz/Sprechstunde für Abhängigkeitserkrankungen

Die Universitätsklinik Innsbruck Psychiatrie I bietet mit der Drogenambulanz medizinische Behandlung, psychologische Betreuung und Sozialarbeit für Drogensüchtige. In der Substitutionsbehandlung werden Opiatabhängige mit Ersatzstoffen behandelt, um Entzugserscheinungen zu verhindern.

Verein Suchtberatung Tirol

Die Suchtberatung Tirol beschäftigt unter anderem klinische Psychologen und bietet tirolweit Beratung und Betreuung für Drogenabhängige, deren Angehörigen und Bezugspersonen. Anonym und Kostenlos.

Stationärer Alkoholentzug in der Psychiatrie Innsbruck

Im offenen Bereich der Psychiatrie Station 1 Nord bietet die Psychiatrie Innsbruck Entzugsbehandlungen für Alkoholsüchtige. Die Behandlung umfasst Einzel- und Gruppenpsychotherapien, Ergo- und Physiotherapie (Kochen, Nordic Walking), Sozialarbeit und Gespräche mit Angehörigen.

Stationäre Behandlung von Alkohol- und Medikamentensucht im Gesundheitszentrum Mutters

Bietet eine stationäre Entwöhnungsbehandlung nach dem klassischen Alkohol-Entzug (an der Psychiatrie Innsbruck). Dauer in der Regel 8 Wochen, die Kosten übernimmt der Sozialversicherungsträger.

Depression, Burnout und Stimmungsschwankungen

Affektive Störungen wie Manie, Depression oder Bipolar werden klinisch-psychologisch, psychotherapeutisch und in schweren Fällen auch mit Psychopharmaka behandelt. Die Psychiatrie Innsbruck bietet Sprechstunden an, viele niedergelassene Klinische Psychologen sind mit diesen häufigen Erkrankungen gut vertraut. Eine gute erste Anlaufstelle kann auch Ihr Hausarzt sein.

Mag. Thomas Blasbichler - Klinischer und Gesundheitspsychologe

Spezialist für Burnout, Depression und Prävention
Mag. Thomas Blasbicher
Klinischer und Gesundheitspsychologe
https://www.thomas-blasbichler.at/

Sprechstunde für Stimmungsschwankungen

Die Sprechstunde der Psychiatrie der Klinik Innsbruck bietet medikamentöse Behandlungen und Weitervermittlung zu Psychotherapie.

Sprechstunde Phasenprophylaxe

Ziel der Sprechstunde an der Universitätsklinik Innsbruck ist Information, um eine individuelle Behandlung durch Medikamente und Psychotherapie einzuleiten.

Stationäre Therapie an der Uniklinik Innsbruck

An der Station 2 Süd der Psychiatrie Innsbruck wird Therapie für bipolare Störungen und unipolare Depressionen angeboten. Behandelt wird mit Psychoedukation, Psychotherapie und Medikamenten.

Krankhafte Eifersucht

Bei krankhafter Eifersucht ist die Lebensqualität des Einen oder des Paares durch das besitzergreifende Verhalten extrem eingeschränkt.

Dabei gibt es in diesen Fällen gar keine ausreichenden Beweise für die Untreue des Anderen. Behandelt wird die krankhafte Eifersucht mit Verhaltenstherapie, Paartherapie und ggf. Medikamenten.

Für Betroffene und Angehörige bietet die Psychiatrie Innsbruck eine Sprechstunde für Eifersucht an.

Demenz

Gedächtnissprechstunde | Psychiatrie Innsbruck

Bei Verdacht auf Demenz bieten Gedächtnissprechstunden (auch Memory-Kliniken) die schnellste und einfachste Möglichkeit, einen Verdacht auf Demenz abzuklären.

Die Tiroler Kliniken Hall und Innsbruck bieten psychologische Abklärung von Demenz.
An der Uniklinik Innsbruck werden psychologische Tests zur Abklärung von Demenz durchgeführt.

An der Uniklinik Innsbruck besteht die Untersuchung aus

  • einem Arztgespräch mit körperlicher Untersuchung (45 Minuten),
  • einer neuropsychologischen Untersuchung (45 Minuten),
  • einer Blutabnahme und
  • ein Schädel-CT oder MRT als bildgebendes Verfahren sowie
  • einer ausführlichen Besprechung der Ergebnisse und ggf. Planung der weiteren Therapie (z. B. zu Pflegeheimen in Tirol).

Gedächtnissprechstunde | Landeskrankenhaus Hall

Die Gerontopsychiatrische Ambulanz des LKH Hall in Tirol bietet ebenfalls eine Gedächtnissprechstunde. Außerdem bietet sie Sozialberatung zum Thema Demenz, z. B. Informationen zu ambulanten Einrichtungen wie Pflegediensten, Essen auf Rädern, Hausnotruf, Heim- und Familienhilfe, Hilfe bei Anträge auf Reha oder der Suche nach einem Heimplatz.

Krisenintervention

Station für Akutpsychiatrie und Krisenintervention | Psychiatrie Innsbruck

Für psychiatrische Akut- und Notfälle stehen 10 Betten im geschlossenen Bereich bereit.

Krisenintervention des Roten Kreuzes

Bei psychologischen Krisen (z. B. plötzlicher Kindstod, außergewöhnliche Todesfälle, schweren Unfällen, Suiziden von Angehörigen, Großschadensereignissen) kann die Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst, Notarzt das Kriseninterventionsteam anfordern.

Die psychologisch geschulten Fachkräfte des Kriseninterventionsteams helfen Angehörigen und Opfern, Handlungsfähigkeit wiederzugewinnen und unterstützen kurzfristig bei der emotionalen Stabilisierung während der ersten Stunden.

Schizophrenie

Psychosensprechstunde | Psychiatrie Innsbruck

In der Psychosensprechstunde werden stationäre und ambulante Schizophrenie-Patienten betreut. Jedem Patienten ist ein Case Manager zugeteilt, der hauptverantwortlich für den Patienten ist.

Dr. Nicole Bauer, Psychotherapeutin und Religionswissenschaftlerin

Spezialistin für Menschen mit außergewöhnlichen Erfahrungen, Schizophrenie und Psychosen:
Dr. Nicole Bauer
Psychotherapeutin in Ausbildung
https://nicole-bauer.at/

Probleme in Schule und Universität

Schulpsychologie Innsbruck

Die Tiroler Schulpsychologie sind nicht an eine Schule angeschlossen. Sie können die schulpsychologischen Beratungsstellen direkt kontaktieren.

Die Schulpsychologie hilft bei schulischen Krisen
Die Schulpsychologie und Bildungsberatung Tirol hilft SchülerInnen, Eltern und oft auch LehrerInnen.

Ein Schulpsychologe ist ein guter Ansprechpartner wenn

  • das Kind nicht lernen will/kann,
  • nur sehr unwillig in die Schule geht,
  • in mehreren Fächern große Schwierigkeiten hat,
  • in der Klasse durch ständige Störungen und destruktives Verhalten auffällt oder
  • die LehrerInnen sie bitten, mit dem Kind zum Schulpsychologen zu gehen.

Das Angebot der Schulpsychologen umfasst:

  • Diagnose: Verhaltensbeobachtung und psychologische Testung zu Intelligenz, Entwicklungsstörungen, ADHS, Schulreife u. v. m.
  • Psychologische Beratung zu Problemen in der Schule. In Ausnahmefällen auch therapeutische Maßnahmen über mehrere Sitzungen.
  • Krisenintervention: etwa bei drohendem Schulabbruch oder -ausschluss, Selbstmorddrohungen oder Suizidgedanken, familiären Problemen (Scheidung, Tod) und Tod eines Mitschülers.
  • Bildungsberatung zur Schul- und Berufswahl: Tests und Gespräche, um Begabungen und Interessen zu erkennen und den richtigen Ausbildungsweg oder Beruf zu ergreifen.

Die Beratung an der Schulpsychologie in Innsbruck ist kostenlos.

Studentenberatung der Uni Innsbruck

Die Studentenberatung ist eine offizielle Einrichtung der Universität Innsbruck, um Ihren StudentInnen bei psychologischen Problemen zu helfen.

Die Uni Innsbruck bietet kostenlose psychologische Beratung für StudentInnen
Für StudentInnen ist die psychologische Beratung der Uni Innsbruck gratis.

Das Angebot der Studentenberatung ist kostenlos und per E-Mail und Telefon erreichbar.

Trauma und posttraumatische Belastungsstörung

Naturkatastrophen, Kriege, Kindesmisshandlungen, Vergewaltigungen oder Unfälle können ein Psychotrauma auslösen. Die bekannteste Form davon ist die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS). Die wirksamsten Methoden zur Traumatherapie sind EMDR und kognitive Verhaltenstherapie. Helfen können die Psychotraumatologie der Psychiatrie Innsbruck oder spezialisierte niedergelassene Psychotherapeuten und Psychologen.

Klaudia Wolf Erharter Supervision für Psychologen

Spezialistin für Traumatherapie:
Mag. Klaudia Wolf-Erharter
Psychotherapeutin (Integrative Gestalttherapie)
https://www.wolf-erharter.at/

Selbsterfahrung und Persönlichkeitsentwicklung

Man kann auch zum Psychologen, ohne an einer behandelnswerten Störung zu leiden. In der Selbsterfahrung (nicht-therapeutisch) lernt man sich selbst besser kennen, seine Stärken und Schwächen, seine Motive und Verhaltensmuster. Manchen geht es darum, dem Leben eine neue Richtung zu geben oder einen Sinn darin zu finden – in Zusammenarbeit mit einem Psychologen oder Psychotherapeuten.

Anders ist das in der therapeutischen Selbsterfahrung, die Bestandteil der Ausbildung zum klinischen Psychologen oder Psychotherapeuten ist. Der/die Auszubildende erfährt dabei in der Rolle des Patienten die Methode und Wirkung von psychologischen und psychotherapeutischen Techniken.

Meine Empfehlung: Die günstigsten Angebote zu Selbsterfahrung erfragen Sie immer bei den Ausbildungsinstituten (AAP, Schloss Hofen etc.) oder in einschlägigen Facebookgruppen. Gruppenselbsterfahrung ab 15 €/Einheit, Einzelselbsterfahrung ab 50 €/Stunde)

Supervision

Auch Psychologen und Psychotherapeuten, aber auch Sozialarbeiter, Erzieher, Ärzte oder Lehrer selbst nutzen Angebote von Psychologen. Sie lernen in der Supervision, ihr berufliches Handeln und ihre professionelle Arbeit zu überprüfen.

Während der Ausbildung zum klinischen Psychologen ist eine bestimmte Anzahl von Supervisionseinheiten vorgeschrieben. So soll die Qualität der psychologischen und psychotherapeutischen Arbeit in Österreich sichergestellt werden.

Klaudia Wolf Erharter Supervision für Psychologen

Spezialistin für Fallsupervision:
Mag. Klaudia Wolf-Erharter
Psychotherapeutin (Integrative Gestalttherapie)
https://www.wolf-erharter.at/

Meine Empfehlung: Die günstigsten Angebote zu Supervision werden von den Ausbildungsinstituten (AAP, Schloss Hofen etc.) vermittelt. Manche Arbeitgeber bezahlen Supervision für ihre Mitarbeiter. Die Angebote der niedergelassenen Psychologen starten bei 20 €/Einheit für Supervision in der Gruppe und 50 € für Einzelsitzungen. Regelmäßige Angebote finden sich auch in der Facebookgruppe Ausbildung Klinische Psychologie.

Wie viel kostet ein Psychologe?

Generell ist ein Psychologe privat zu bezahlen. Ausnahme ist die psychologische Diagnostik bei psychischen Störungen.

Psychologische Diagnostik bei psy. Störungen | Kassenleistung

Diagnostik ist, wenn

  • mit Gesprächen, psychologische Testverfahren und Verhaltensbeobachtung entschieden wird, ob eine psychische Erkrankung vorliegt und
  • (falls nötig) Empfehlungen für weitere Behandlungsstrategien bei der Besprechung des Befundes gemacht werden.

Wenn diese Diagnostik das Vorliegen einer psychischen Störung abklären soll, bezahlt die Krankenkasse.

Psychische Störungen sind z. B.

  • Depression
  • Ängste
  • Zwänge
  • Schizophrenie

Beispiel: Psychologische Diagnostik einer Depression

Der Psychologe soll feststellen, ob Sie an einer Depression leiden. Dazu spricht er mit Ihnen, macht mit Ihnen den psychologischen Test „Beck-Depressions-Inventar“. Danach besprechen Sie, welche Möglichkeiten es für Sie gibt (z. B. psychologische Behandlung, Antidepressiva…).

Wie Sie an die Kassenleistung kommen

  1. Damit die Krankenkasse nachher die Kosten übernimmt, brauchen Sie eine ärztliche Zuweisung von einem Kassen- oder Wahlarzt. In dieser Zuweisung muss er eine Verdachtsdiagnose und genaue Fragestellung angeben.
  2. Damit suchen Sie aus der Liste auf der Seite der Sozialversicherung einen Vertragspsychologen oder einen Wahlpsychologen aus.

Die Vertragspsychologen (≈Kassenpsychologe) rechnen direkt mit der Krankenkasse ab. Die Krankenkasse bezahlt den ganzen Betrag.

Ein Wahlpsychologe hat keinen Vertrag mit der Krankenkasse. Sie bezahlen die Diagnostik zuerst selbst. Die Honorarnote (≈Rechnung) reichen Sie zur Kostenerstattung bei Ihrer Krankenkasse ein. Sie bekommen (nur) 80 % jenes Betrages, den ein Vertragspsychologe bekommen würde, von der Krankenkasse zurück.

Psychologische Diagnostik sonstige | Privat bezahlt

Psychologische Diagnostik wird nicht nur bei psy. Störungen benötigt. Andere Gründe sind z. B.

  • Aussagen über Einschulung von Kindern
  • Studienzulassung
  • Berufseignung
  • Fahrtauglichkeit

Psychologische Diagnostik zu diesen Themen müssen Sie privat bezahlen.

Psychologische Behandlung | Privat bezahlt

Eine klinisch-psychologische Behandlungseinheit, in der Regel 50 Minuten, kostet 80-100 €. Am besten fragen Sie schon beim Vereinbaren des Termins, welche Kosten auf Sie zukommen. Die Frage muss Ihnen nicht peinlich sein.

Psychologische Gutachten in Innsbruck

Psychologische Gutachten können ausschließlich von klinischen Psychologen erstellt werden. Sie klären z. B. Fragestellungen zu Arbeitsfähigkeit, Waffenbesitz, Verkehrspsychologie.

klinisch-psychologisches-gutachten

Die Kosten richten sich meist nach Zeitaufwand, oft werden 120 €/Stunde berechnet, manchmal ist der Betrag, wie bei Gerichtsgutachten, auch gesetzlich festgelegt.

Gutachten für die Ausbildung zum klinischen Psychologen

Für die Anmeldung zur postgraduellen Ausbildung Klinischer Psychologie wird ein klinisch-psychologisch oder fachärztlich psychiatrisches Gutachten benötigt, das die persönliche Eignung bestätigt. Es ist meistens günstiger, dieses Gutachten beim Psychologen als bei einem Psychiater zu machen. Das Gutachten muss jedenfalls privat bezahlt werden, kann aber als Werbungskosten steuerlich abgesetzt werden.

Das Gutachten soll die psychische Gesundheit und Eignung des Kandidaten nach Psychologengesetz (§ 7) sicherstellen. Ausschlussgründe sind z. B.:

  • Wenn eine psychische Störung die Tätigkeit als klinischer Psychologie unmöglich machen würde
  • Mangelnde Verlässlichkeit oder Glaubenswürdigkeit
  • nicht ausreichende Belastbarkeit, Stresstoleranz oder Reflexionsvermögen
  • Mangelnde Empathie, Beziehungs- und Distanzierungsfähigkeit

In der Regel wird in 1,5 bis 2 Stunden ein ausführliches Exploartionsgespräch geführt und dann mit psychologischen Tests die Persönlichkeit des Kandiaten geprüft.

Die Kosten für das psychologische Gutachten unterscheiden sich sehr, weil der Gutachter über Dauer und eingesetzte Methoden und Tests entscheiden kann. Vor allem im Raum Wien finden sich günstige Angebote um pauschal 150 €, aber auch Preise über 500 € werden berichtet.

<Liste der Psychologen wird noch ergänzt>

Waffenpsychologisches Gutachten/Waffenverlässlichkeitsprüfung

Wer in Österreich eine Schusswaffe erwerben will, muss sich vorher ein gesetzlich vorgeschriebenes Gutachten zur waffenpsychologischen Verlässlichkeit besorgen. Dabei wird die emotionale Stabilität, Selbstkontrolle und Risikobereitschaft untersucht.

Waffengutachten werden z. B. für den Polizeidienst benötigt.
Über 8000 Tiroler besitzen eine Waffenbesitzkarte. Rund 10-20% der psychologischen Gutachten fallen negativ aus.

Die Untersuchung dauert in der Regel 2 Stunden und kostet gemäß Gesetz 283,20 €. Nicht alle Psychologen bieten dieses Gutachten an, weil sie dafür zusätzliche Voraussetzungen vorweisen müssen. Eine recht aktuelle Liste führt die “Interessengemeinschaft liberales Waffenrecht in Österreich”.

Psychologisches Gutachten bei Adipositas

Dieses Gutachten benötigen Sie für eine Magenbypass-, Schlauchmagen- oder Magenband-Operation. Im Anamnesegespräch werden Punkte wie

  • Essverhalten (heute und in der Kindheit),
  • Bisherige (erfolglose) Maßnahmen,
  • Körperliche Aspekte: gewichtsbedingte Krankheiten, Einschränkungen und Schäden,
  • Psychische Aspekte: Leidensdruck, Selbstwert, Umgang mit negativen Gefühlen, Wünsche und Hoffnungen, Suizidgefahr

besprochen. Mit psychologischen Tests wird die Persönlichkeit, mögliche psychische Begleiterkrankungen oder die Emotionsregulation geprüft.

Mehr Informationen und eine Liste spezialisierter Adipositas-Chirurgen Tirols führt die Österreichischen Gesellschaft für Adipositas-Chirurgie. Das Adipositas-Gutachten kostet ca. 250 €, die von der Krankenkasse teilweise rückerstattet werden können.

<Liste der Psychologen wird noch ergänzt>

Psychologisches Gutachten vor Schönheitsoperationen

Manche Chirurgen verlangen für größere ästhetische-chirurgische Operationen ein psychologisches Gutachten. Üblicherweise dauert die testpsychologische Untersuchung 1-2 Stunden.

Neben einem ausführlichen Anamnesegespräch über Ihren Leidensdruck und den Gründen für die Operation sind psychologische Tests zur Persönlichkeit, zum eigenen Körperbild, zu psychischen Symptomen oder Körperdysmorphie möglich. Dieses Gutachten für eine Schönheits-OP muss privat bezahlt werden und kostet ca. 250 €.

<Liste der Psychologen wird noch ergänzt>

Psychologisches Gutachten für Adoption

Wer in Österreich ein Kind adoptieren will, benötigt auch ein psychologisches Gutachten. Damit wird

  • der Kinderwunsch,
  • die Motivation zur Adoption,
  • gegebenenfalls Ihre Partnerschaft, Geschwisterkinder und erweiterte Familienstruktur und
  • Ihre Erwerbstätigkeit und finanzielle Situation

besprochen. Auch psychologische Tests können verwendet werden. Das Gutachten für Adoption kostet ca. 300 € und muss privat bezahlt werden. Ein guter Ansprechpartner bei Adoptionen ist die Adoptionsberatung der Caritas Tirol.

Psychologisches Gutachten bei Arbeitsunfähigkeit

Bei Anträgen zur Verlängerung des Krankenstandes, einem Pensionsantrag, bei Invaliditätspension oder Berufsunfähigkeits kann ein psychologisches Gutachten nötig werden. Dabei wird geprüft, ob psychische Erkrankungen (z. B. Depressionen, Burnout) vorübergehend oder dauerhaft arbeitsunfähig machen.

Im Anamnesegespräch werden die psychischen Belastungen und der Leidensdruck erhoben. Mit psychologischen Tests können die Persönlichkeit, kognitive Leistungsfähigkeit und Schwere der psychischen Beeinträchtigung festgestellt werden.

Die Untersuchung zur Arbeitsunfähigkeit dauert ca. 2-3 Stunden und kostet ca. 350 €. Ein guter Ansprechpartner für Informationen zur Arbeitsunfähigkeit ist die Arbeiterkammer.

Psychologisches Gutachten bei Demenzverdacht

Demenz (am häufigsten in Form von Alzheimer-Demenz) ist eine fortschreitende Beeinträchtigung der Gehirnfunktion. Mit Medikamenten (Antidementiva) kann versucht werden, den Verlauf zu verlangsamen. Deshalb ist eine frühe Diagnose wichtig.

Außerdem wird bei älteren Menschen ein Depression oft als Demenz falsch interpretiert. Dann leiden die Patienten unnötig, denn eine Depression kann gut behandelt werden.

Die Untersuchung zu Demenz dauert ca. 2 Stunden.

  • Im Anamnesegespräch werden psychische Symptome (Interessenverlust, Reizbarkeit, Überforderung) abgefragt.
  • Neuropsychologische Tests wie Mini-Mental-Status-Test oder der Uhren-Zeichen-Test überprüfen Konzentration, Kurzzeitgedächtnis, Sprache und Orientierung.

Psychologisches Gutachten für Vollnarkose beim Zahnarzt

Wenn sich die Angst vor dem Zahnarzt sich bis zur Zahnarztphobie steigert, ist ein Zahnarztbesuch nur mit Narkose möglich.

Symptome einer Zahnarztphobie sind:

  • Schweißausbrüche, Herzrasen, Übelkeit
  • starke Angstzustände
  • Aufschieben von Kontrollbesuchen auch bei starken Beschwerden

Die Krankenkasse kann die Kosten der Narkose (teilweise) übernehmen, wenn der Patient ein klinische-psychologisches Gutachten über seine Zahnbehandlungsphobie vorlegen kann.

Die Untersuchung dauert ca. 1,5 Stunden und besteht aus einem ausführlichen Anamnesegespräch und psychologischen Tests.

<Liste der Psychologen wird noch ergänzt>

Mann, Frau, Alter – Wie soll der Psychologe sein?

Mann oder Frau: Psychologe oder Psychologin?

Ich verwende der Leserlichkeit halber auf meiner Website die männliche Form. Dabei sind die meisten PsychologInnen (78 %) und PsychotherapeutInnen (77 %) Frauen.

Psychologen vs. PsychlogInnen in Innsbruck
Männliche Psychologen in Innsbruck sind selten. Die meisten Patienten bevorzugen aber einen Psychologen gleichen Geschlechts.

Bei der Wahl des Therapeuten stellen sich die meisten 2 Fragen:

Sollten PsychologIn und PatientIn dasselbe Geschlecht haben?

Sollte ein Mann 👨 sich also einen männlichen Psychologen nehmen, eine Frau 👩 eine weibliche Psychologin? Moderne Studien, die diese Geschlechterpassung untersucht haben, haben kaum einen Zusammenhang gefunden. Nur bei der Konstellation „männlicher Therapeut + männlicher Patient“ zeigte sich ein kleiner Vorteil: Diese Therapien werden weniger oft abgebrochen.

GeschlechterpassungEffekt
👨 Psychologe + 👨 Patient👍 Weniger Therapieabbrüche
👨 Psychologe + 👩 PatientinKein Unterschied
👩 Psychologin + 👨 PatientKein Unterschied
👩 Psychologin + 👩 PatientinKein Unterschied

Wenn Sie das Gefühl haben, lieber einen Therapeuten des gleichen Geschlechts zu haben, ist das okay. Wissenschaftlich betrachtet spielt das für den Therapieerfolg aber keine große Rolle.

Sind Frauen (oder Männer) generell bessere PsychologInnen?

Es ist ein altes Vorurteil, dass männliche Therapeuten kompetenter wären, Frauen hingegen geduldiger, sensibler und besser geeignet für helfende Berufe. Moderne Studien bestätigen nichts davon.

Ist das Alter und die Erfahrung des Psychologen wichtig?

Alte Therapeuten 👴 sind besser durch mehr Lebens- und Berufserfahrung? Dafür konnten wissenschaftliche Studien nie Beweise finden. Im Gegenteil zeigten Untersuchungen, junge, frische Psychotherapeuten genauso gut waren. Das gilt sogar für Kollegen, die noch in der Ausbildung sind – also z. B. vor Abschluss der Psychotherapieausbildung Praxiserfahrung sammeln. Sie arbeiten schon ganz normal mit Patienten unter der Bezeichnung “Psychotherapeut in Ausbildung”.

10 günstige Alternativen zum Psychologen

Psychotherapie mit Kostenzuschuss der Krankenkasse

Leider unterscheiden österreichische Krankenkassen zwischen psychologischer Behandlung (beim Psychologen) und Psychotherapie (beim Psychotherapeuten).

Während psychologische Behandlung in Österreich selbst bezahlt werden muss, gibt es bei Psychotherapie (beim Psychotherapeuten) Möglichkeiten, die Krankenkasse zu beteiligen. Die Höhe dieses Zuschusses zu Psychotherapie hängt von Ihrer Krankenkasse ab.

KrankenkasseAlter NameZuschuss pro Psychotherapie-Einzelsitzung
ÖGK (Österreichische Gesundheitskasse)TGKK (Tiroler Gebietskrankenkasse)28,00 €
BVAEB (Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter, Eisenbahnen und Bergbau)VAEB (Versicherungsanstalt für Eisenbahnen und Bergbau) und
BVA (Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter)
40,00 €
SVS (Sozialversicherungsanstalt der Selbständigen und Bauern)SVB (Sozialversicherungsanstalt der Bauern)
und
SVA (Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft)
40,00 €
Übersicht: Zuschüsse der österreichischen Krankenkassen zu Psychotherapie, Stand 01.07.2020

Beispiel: Kostenzuschuss bei Psychotherapie

Sie absolvieren 5 Sitzungen á 50 Minuten Psychotherapie bei einem Psychotherapeuten. Jede Sitzung kostet 80,00 €. Dann bezahlen Sie 5 × 80,00 € = 400 €. Von Ihrer Krankenkasse, der ÖGK holen Sie sich nun 5 × 28,00 € = 140 € zurück. Die restlichen 260 € müssen Sie selbst tragen.

Psychotherapie mit “Tiroler Modell” bzw. “Modellplatz”

Psychotherapie kann in Österreich auch als Sachleistung direkt mit dem Sozialversicherungsträger verrechnet werden. Das sind die häufig genannten “Modellplätze” oder Therapie im “Tiroler Modell”.

Die Österreichische Gesundheitskasse bietet max. 6 Modellplätze pro Therapeut.
Die ÖGK (früher TGKK) finanziert nur eine begrenzte Zahl an Psychotherapie-Plätzen über das Tiroler Modell.

Ob Sie einen solchen Modellplatz bekommen können, hängt von 2 Voraussetzungen ab:

  1. Dem Schweregrad Ihrer psychischen Störung: Nur bei schwereren psychischen oder psychosomatischen Erkrankungen oder Störungen wird ein Modellplatz genehmigt, z. B. einer schweren Depression.
  2. Ihrer Krankenkasse: Alle Kassen bieten Modellplätze an, allerdings ist die Gesamtzahl der Modellplätze der ÖGK gedeckelt. Dann bleiben für jeden Psychotherapeuten nur eine begrenzte Anzahl von Modellplätzen, die er anbieten kann. SVS und BVAEB begrenzen ihr Kontingent nicht.

Deshalb haben es ÖGK-Versicherte (früher TGKK) am schwersten. Tirols Psychotherapeuten können nur 2-6 Modellplätze für ÖGK-Patienten anbieten:

  • voll beruflich arbeitende Psychotherapeuten: 6 Modellplätze,
  • in Teilzeit arbeitende Psychotherapeuten: 4 Modellplätze und
  • in Anstellung arbeitende Psychotherapeuten: 2 Modellplätze.

Die Anzahl der Modellplätze ist in den letzten Jahren gestiegen von 2010: 280 Plätze auf 2018: 423 Plätze. Auch die Gesamtzahl der verrechneten Therapiesitzungen nahm zu. Von 2012: 56.250 auf 2018: 99.888 Therapiesitzungen für alle Krankenkassen.

So viel kostet Sie der Modellplatz

Ein Modellplatz ist trotzdem nicht kostenlos. Abhängig von Ihren finanziellen Möglichkeiten bezahlen Sie einen Selbstkostenbeitrag zwischen 5 und 30 € pro Sitzung an die Gesellschaft für psychotherapeutische Versorgung Tirol. Nur Patienten mit Rezeptgebührenbefreiung wird auch der Selbstkostenbeitrag erlassen.

Modellplätze für Kinder und Jugendliche (Tiroler Modell)

Auch Kinder und Jugendliche können als ÖGK-Versicherte (TGKK) Psychotherapie über das Tiroler Modell erhalten. Für Sie gilt die Voraussetzung einer schweren Störung nicht. Außerdem gibt es für Sie eine verlängerte Antragsphase von 7 Stunden und Gruppenpsychotherapie als Sachleistung.

So finden Sie einen Modellplatz im Tiroler Modell

Fragen Sie direkt beim gewünschten Psychotherapeuten nach, ob er einen Modellplatz für Sie hat. Damit sie nicht blind eine Liste durchprobieren müssen, gibt es die Modellplatzsuche auf der Website des Tiroler Landesverbandes für Psychotherapie. Die Ampel zeigt, ob der Psychotherapeut aktuell (grün) oder in Kürze (gelb) einen Modellplatz anbietet.

Wenn Sie NICHT ÖGK-Versicherter sind, erwähnen Sie das schon am Telefon! Dann bekommen Sie viel eher einen Platz.

Die Krankenkasse der Selbstständigen (SVS, früher SVA) begrenzt die Anzahl der Modellplätze nicht.
SVS-Versicherte (früher SVA) haben bessere Chancen auf einen Modellplatz.

Damit die Kosten für den Modellplatz übernommen werden, brauchen Sie später noch eine ärztliche Bestätigung, um die Sie sich aber erst nach dem Erstgespräch kümmern müssen. Der Therapeut wird (mit Ihrem schriftlichen Einverständnis) noch einen Behandlungsantrag an die Gutachterkommission der Gesellschaft für psychotherapeutische Versorgung stellen.

Einen Psychotherapeuten in Tirol finden

Telefonsprechstunde zu Psychotherapie des Tiroler Landesverbandes

Der Landesverband bietet eine Telefonsprechstunde. Hier werden allgemeine Fragen zur Psychotherapie erklärt. Außerdem hilft man Ihnen bei den weiteren Schritten hin zu einer Psychotherapie.

Suche in der Psychotherapeuten-Liste Tirols

Die Liste enthält Psychotherapeuten mit Praxis in Tirol, mit Adresse, Telefonnummer und ggf. Internet-Seite.

Suche in der Psychotherapeuten-Liste des Bundesministeriums

Alle aktiven Psychotherapeuten Österreichs sind verpflichtet, sich in die Liste des Bundesministeriums einzutragen. Sie können die Suche nach Wohnort (z. B. “Innsbruck”) und nach Psychotherapie-Schule (z. B. “Psychoanalyse”) eingrenzen.

Private Online-Verzeichnisse

Neben den offiziellen Seiten gibt es auch kleinere Verzeichnisse von privaten Anbietern. Die Verzeichnisse werden jedoch schlecht gepflegt, teilweise werden die Psychologen auch ohne ihr Wissen gelistet. Im Zweifel sind die offiziellen Listen aktueller und zuverlässiger. Die bekanntesten alternativen Verzeichnisse sind jedenfalls psyonline.at und herold.at.

Psychotherapeuten in Ausbildung (i. A.) – ab 30 €/h

Im letzten Teil ihrer Ausbildung dürfen die angehenden Psychotherapeuten bereits selbstständig mit Patienten arbeiten. Dabei werden sie von erfahrenen Psychotherapeuten begleitet und beraten (Supervision). Diese Psychotherapeuten i. A. bieten ihre Sitzungen oft zu günstigeren Preisen an. Der Standard berichtet von 30 €/Stunde.

Der Landesverband für Psychotherapie listet zur Zeit 51 Psychotherapeuten i. A. in Innsbruck in seiner Online-Suche.

Psychosoziale Beratung der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK)

Die Österreichische Gesundheitskasse (früher TGKK) bietet eine Hotline als Orientierungshilfe für Behandlungssuchende. Laut offizieller Website können Sie sich an die Hotline bei Symptomen wie Schlafstörungen, Ängsten, depressiven Verstimmungen, Essstörungen oder Selbstverletzungen wenden.

In einem vertraulichen Einzelgespräch soll abgeklärt werden, welche Behandlungsmethoden es gibt, wie lange eine Therapie dauern und wie hoch die Kosten wären. Außerdem gibt es ein weiterführendes Gruppenangebot. Die psychosoziale Beratung der ÖGK wird in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für psychotherapeutische Versorgung Tirols angeboten und ist kostenlos.

1450 – Telefonische Gesundheitsberatung

Seit November 2019 gibt es die telefonische Gesundheitsberatung des Bundesministeriums für Gesundheit und der Sozialversicherungen. Sie ist unter 1450 (ohne Vorwahl) rund um die Uhr kostenlos erreichbar und erste Wahl, wenn Sie wegen eines gesundheitlichen Problems beunruhigt sind.

Die Gesundheitsnummer Österreichs 1450
Rund um die Uhr erreichbar: Die österreichische Gesundheitsnummer 1450 vermittelt Sie zur passenden medizinischen Einrichtung.

Die speziell geschulten KrankenpflegerInnen beraten, geben Empfehlungen und entsenden in Notfällen auch den Rettungsdienst. Besonders hilfreich, wenn Sie nicht wissen, ob sie sich an Hausarzt, Psychiater, Psychologen, Psychotherapeuten oder eine psychiatrische Ambulanz wenden sollen.

Klinische Psychologie | Klinik Innsbruck

Die Abteilung “Klinische Psychologie und psychotherapeutische Ambulanz” der Klinik Innsbruck bietet primär für stationäre Patienten

  • psychologische Diagnostik (Intelligenztests, Persönlichkeitstests, Neuropsychologische Untersuchungen),
  • psychologische Behandlung (Verhaltenstherapie, kognitive Depressionsbehandlung, Biofeedbacktraining, Entspannungstraining) sowie
  • Gutachten für Verkehrspsychologie und Waffenrechtliche Verlässlichkeitsprüfung.

Psychiatrische Ambulanz | Klinik Innsbruck

Die Ambulanz der Psychiatrie der Klinik Innsbruck ist zuständig für den Bezirk Innsbruck-Stadt. Ihre Aufgabe sind akute Fälle und Krisen, weniger psychiatrische Betreuung (darum kümmern sich eher niedergelassene Kollegen).

Die psychiatrische Ambulanz bietet auch Primärversorgung, also Diagnostik und Einleitung/Empfehlung von Pharmakotherapie, Psychotherapie und psychosozialen Betreuungsmaßnahmen. Nur in Ausnahmefällen werden Patienten ambulant betreut.

Psychiatrische Ambulanz | Landeskrankenhaus Hall

Die Ambulanz des Landeskrankenhauses Hall ist zuständig für die Bezirke Innsbruck-Land und Schwaz. Ihren Patienten bietet sie Beratung, Diagnostik und Therapie für psychische Probleme oder psychiatrische Krankheiten, die keiner stationären Behandlung bedürfen.

Psychiatrische Ambulanz des Landeskrankenhauses Hall - Tirol Kliniken
Die allgemeinpsychiatrische Ambulanz Hall ist zuständig für die Bezirke Innsbruck-Land und Schwaz.

Außerdem können Patienten, die aus dem stationären Bereich entlassen wurden, nachbetreut werden.

Kinder- und Jugendpsychiatrie | Landeskrankenhaus Hall

Die Abteilung Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik bietet psychologische Diagnostik, Beratung, Behandlung und Rehabilitation. Neben der Ambulanz stehen 6 Stationen bereit.

Kinder- und Jugendpsychiatrie Krankenhaus Hall
In der Kinder- und Jugendpsychiatrie Hall werden Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre mit allen psychischen, psychosomatischen, psychosozialen Problemen und Entwicklungsstörungen behandelt.

Der Unterschied zwischen Psychologe, Psychiater oder Psychotherapeut

Klinischer PsychologePsychotherapeutPsychiater
StudiumPsychologie-Studiumnicht VoraussetzungMedizin-Studium
AusbildungKlinische AusbildungPsychotherapie-AusbildungFacharzt-Ausbildung
Dauer min. 7 Jahre min. 5 Jahremin. 12 Jahre
ArbeitsweiseAuswahl aus allen psychologischen MethodenAusbildung in einer Therapiemethodev. a. Medikamente verschreiben, teilweise auch Psychotherapie
LeistungenDiagnostik +
Behandlung +
Gutachten
BehandlungDiagnostik + Behandlung
Kostenübernahme
Krankenkasse
<wird ergänzt><wird ergänzt><wird ergänzt>

Psychologe bzw. Klinischer Psychologe

Ein Psychologe wird man durch das Psychologiestudium. Früher noch als Diplom- und Doktoratsstudium, seit 2008 als Bachelor, Master und PHD.

Bis zum Diplom oder Master dauert das Psychologiestudium mindestens 5 Jahre. Studieren kann man (mit Aufnahmetest) entweder an einer Universität (Innsbruck) oder einer privaten Fachhochschule (UMIT in Hall in Tirol).

Uni/FHBundeslandStudierende/JahrStudiengebühren
Uni InnsbruckTirol260 0 €
Uni Graz Steiermark 2300 €
Uni Salzburg Salzburg200 0 €
Uni KlagenfurtKärnten115 0 €
Uni WienWien485 0 €
UMIT PUHall in Tirol6534.000 €
Sigmund Freud PU Wien5065.000 €
Karl Landsteiner PUKrems/Donau4044.000 €

Für Österreicher notwendig: Die Ausbildung zum Klinischen Psychologen

Um als Psychologe in Österreich tatsächlich mit Patienten arbeiten zu dürfen, reicht das Psychologiestudium noch nicht. Dazu muss eine 2-jährige Ausbildung zum Klinischen Psychologen angehängt werden. In Theorie und Praxis werden Themen wie Psychopathologie, Psychopharmakologie, Psychiatrie und Neurologie abgedeckt.

In Innsbruck halten folgende private Institute Lehrveranstaltungen ab:

InstitutStandorteKandidatenKosten
AAP – Österreichsche Akademie für Psychologie7 (inkl. Innsbruck)ca. 2304.700 €
ÖAP/BÖP – Österreichische Akademie für Psychologie6 (inkl. Innsbruck)ca. 1804.830 €
Schloss Hofen2 (inkl. Innsbruck)ca. 405200 €

Nur mit dieser Ausbildung darf der Klinische Psychologe Diagnosen erstellen (z. B. “Sie haben eine Depression.”) und psychologische Befunde und Gutachten erstellen. Psychologen ohne klinische Ausbildung oder Psychotherapeuten dürfen das nicht.

Es gibt ein offizielles Verzeichnis aller Klinischen Psychologen Österreichs. Sie finden die Liste der Klinischen Psychologen auf der Website des Bundesministerium Österreichs.

Psychiater vs. Psychologe

Der Psychiater ist der Facharzt für die Behandlung psychischer Erkrankungen. Ein Psychiater wird man, indem man das Diplomstudium Humanmedizin z. B. an der Medizinischen Universität Innsbruck absolviert. Nach dem Klinisch-Praktischem Jahr (KPJ) in Krankenhäusern und Arztpraxen muss er noch eine Facharztausbildung für Psychiatrie anhängen.

Der größte Unterschied zum Psychologen: Weil der Psychiater ein Medizinstudium absolviert hat und Arzt ist, darf er Medikamente verschreiben, z. B. Antidepressiva.

Psychotherapeut vs. Psychologe

Ein Psychotherapeut hat eine mehrjährige Psychotherapieausbildung absolviert. Sie besteht in Österreich aus 2 Teilen:

  1. Dem Propädeutikum: mit Theorie, Praktikum und Selbsterfahrung, ca. 2 Jahre.
  2. Dem Fachspezifikum: ca. 3 Jahre, hier entscheiden sich die angehenden Psychotherapeuten für einen Schwerpunkt. Grob eingeteilt gibt es Verhaltenstherapie, humanistische, systemische und psychoanalytische Schulen. In Österreich sind derzeit 23 Psychotherapie-Verfahren anerkannt.

Ein Psychotherapeut ist meistens nicht zugleich Psychologe. Nur 22 % der Psychotherapeuten haben Psychologie studiert. Laut Psychotherapiegesetz genügt theoretisch die Matura, um die Ausbildung zu beginnen.

Die häufigsten Psychotherapie-Verfahren in Innsbruck

Für welche Richtung (oder “Psychotherapie-Schule”) sich die angehenden Therapeuten entscheiden, hängt neben dem eigenen Interesse auch von den der Entfernung zum Ausbildungsort ab. Und nicht zu vergessen: Wie viel die Ausbildung kostet.

Verhaltenstherapie: 65 Psychotherapeuten in Innsbruck

Recht beliebt, weil günstig (ca. 27.700 €), wissenschaftlich gut untersucht und praxisorientiert. In der Verhaltenstherapie werden psychische Erkrankungen als Ergebnis von ungünstigen Lernerfahrungen gesehen.

Deshalb werden in der Verhaltenstherapie ungünstige Denkmuster bearbeitet und neue, bessere Verhaltensweisen gelernt und eingeübt. Es wird mit konkreten Situationen und Problemen aus dem Alltag gearbeitet und gezielt auf die Zeit nach der Therapie vorbereitet.

Verhaltenstherapie könnte Ihnen gefallen wenn:

  • Sie schnelle Erfolge möchten (oder wenig Zeit haben). 1x pro Woche, 25-60 Sitzungen sind üblich.
  • Gerne konkret, alltagsrelevant und planvoll vorgehen.
  • Es ist die knackige Psychotherapie.

Psychodrama: 64 Psychotherapeuten in Innsbruck

In Innsbruck kann man die Psychotherapie-Ausbildung zu Psychodrama z. B. an der Universität Innsbruck verhältnismäßig günstig absolvieren.

Propädeutikum und Fachspezifikum Psychodrama kosten zusammen ca. 25.600 €. Deshalb gibt es in Innsbruck mit aktuell 64 recht viele Psychodrama-Psychotherapeuten.

Psychodrama könnte Ihnen gefallen wenn:

  • Sie eher eine lebendige Therapie möchten: Es gibt Rollenspiele, Verhalten und Szenen werden nachgespielt.
  • Rollentausch, Doppeln und Spiegeln helfen beim Erkennen von verdrängten Motiven und Gefühlen.
  • Es ist die actionreiche Psychotherapie.

Psychoanalyse: 91 Psychotherapeuten in Innsbruck

Noch mehr Psychotherapeuten gibt es mit einer Ausbildung zur Psychoanalyse (ab 47.000 €). Je nach Therapeut mehr oder weniger in der Tradition des bekanntesten Psychoanalytikers überhaupt: Sigmund Freud.

Es geht um Ich, Es und Über-Ich, um Triebe, Libido und Ödipuskomplex. Träume werden gedeutet, Patient und Therapeut versuchen inneren Konflikten und dem Unbewussten auf die Spur zu kommen. Klassisch im Liegen auf der Couch – oder etwas moderner im Sitzen.

Psychoanalyse könnte Ihnen gefallen wenn:

  • Wenn Sie sich gerne mit Ihrer Vergangenheit beschäftigen.
  • Sie gerne reden: Das freie Assoziieren ist die wichtigste Technik.
  • Sie viel Zeit mitbringen, 160-300 Sitzungen, 2-4 Sitzungen pro Woche sind üblich.
  • Es ist die Psychotherapie für Marathonläufer.
Maximilian Fischer, MSc. Psychologe Psychoanalyse

Maximilian Fischer MSc.
Psychoanalytisch orientierte Psychotherapie
Psychotherapeut in Ausbildung
http://www.maximilianfischer.at/

Liste aller 23 aktuell anerkannten Psychotherapie-Schulen in Österreich

Schon durch die Wahl des Therapeuten können Sie beeinflussen, wie die Sitzungen aussehen werden. Psychotherapeuten können in ihrer Ausbildung Schwerpunkte wählen.

Sie können sich auf Verhaltenstherapie, auf Psychoanalyse, Psychodrama und noch 20 anderen Psychotherapie-Methoden spezialisieren. Meist geben die Psychotherapeuten Ihre Therapieschule auf der Website an. Mit dieser Information können Sie als Patient bereits eine Vorauswahl treffen.

Die aktuell anerkannten Psychotherapie-Schulen in Österreich sind:

  1. Verhaltenstherapeutische Psychotherapie-Schulen
    • Verhaltenstherapie
  2. Psychoanalyse und tiefenpsychologische Psychotherapie-Schulen
    • Analytische Psychologie
    • Autogene Psychotherapie
    • Daseinsanalyse
    • Dynamische Gruppenpsychotherapie
    • Gruppenpsychoanalyse
    • Hypnosepsychotherpie
    • Individualpsychologie
    • Katathym-imaginative Psychotherapie
    • Klientenzentrierte Psychotherapie
    • Konzentrative Bewegungstherapie
    • Psychoanalyse
    • Psychoanalytisch orientierte Psychotherapie
    • Transaktionsanalytische Psychotherapie
  3. Humanistische Psychotherapie-Schulen
    • Existenzanalyse
    • Existenzanalyse und Logotherapie
    • Gestalttheoretische Psychotherapie
    • Integrative Gestalttherapie
    • Integrative Therapie
    • Klientenzentrierte Psychotherapie
    • Personenzentrierte Psychotherapie
    • Psychodrama
  4. Systemische Psychotherapie-Schulen
    • Neurolinguistische Psychotherapie
    • Systemische Familientherapie

Die Unterschiede zwischen den Psychotherapie-Schulen

Die größten Unterschiede zwischen den Psychotherapie-Schulen sind:

  1. Wie sie die Persönlichkeit von Menschen erklären
  2. Wie sie die Entstehung von psychischen Störungen
  3. Welche Methoden Sie für die Behandlung von psychischen Störungen anwenden.

Manche Psychotherapien sind gesprächlastig (z. B. Psychoanalyse), andere hingegen arbeiten mit kreativen Mitteln (Malen, Rollenspiele bei Psychodrama) oder viel mit alltagsnahen Übungen (Verhaltenstherapie).

Und welche Verfahren wenden Klinische Psychologen an?

Klinische Psychologen wählen frei aus allen Behandlungsmethoden und Techniken, die sich in wissenschaftlichen Untersuchungen als wirksam erwiesen haben.

Dadurch können sie ganz gezielt die beste und passendste Behandlungsmethode aussuchen, die genau zu Ihrem Problem, Ihrer Störung und auch zu Ihren persönlichen Präferenzen passt.

Für viele psychische Erkrankungen gibt es spezielle Techniken. Etwa EMDR zur Behandlung von posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS), kognitive Verhaltenstherapie gegen Depressionen, Konfrontationstherapie gegen Ängste und Phobien, klinisch-psychologische Programme für Schmerzbewältigung, Psychoedukation und Retraining bei Tinnitus, Entspannungs- , Achtsamkeits- und Autogenes Training bei Stress und Burnout.

Klinische Psychologen können frei aus diesen Techniken und allen Methoden der Psychotherapie-Schulen – Verhaltenstherapie, Psychoanalyse oder systemische Schulen – auswählen.

4 Tipps, um schneller einen Psychologen zu finden

  1. Bezahlen Sie privat: Von der Krankenkasse bezahlte Therapieplätze (“Modellplätze”) sind begrenzt (z. B. bei der Österreichischen Gebietskrankenkasse nur 6 Plätze pro Therapeut). Selbstzahler bekommen deshalb eher einen Platz.
  2. Lassen Sie sich verweisen: Hat ein Psychotherapeut keinen Platz für Sie frei, fragen Sie noch am Telefon nach einer Empfehlung. Oft kennt er einen Kollegen, der noch Kapazitäten hat.
  3. Rufen Sie zum richtigen Zeitpunkt an: Einheiten beim Psychotherapeuten beginnen meist zur vollen Stunde, dauern aber nur 45 oder 50 Minuten. Das heißt, zwischen in diesen 10 Minuten hat er am ehesten für Sie Zeit (z. B. von 14:50 bis 15:00 Uhr).
  4. Online-Beratung: Manche Psychotherapeuten bieten inzwischen auch Beratung per Video-Chat an. Dann sind Sie nicht mehr auf Psychotherapeuten in Ihrer Umgebung beschränkt, haben also mehr Auswahl. In der Regel müssen Sie die Beratung aber dann privat bezahlen.

Die häufigsten Fragen zu Psychologen

Bezahlt die Krankenkasse meinen Psychologen?

Die Tiroler Gebietskrankenkasse (TGKK), jetzt ÖGK, bezahlt nur psychologische Diagnostik bei psychischen Störungen. Psychologische Behandlung müssen Sie selbst bezahlen. Eine kostenlose psychosoziale Beratung der TGKK/ÖGK finden Sie aber hier.

Ist das Erstgespräch beim Psychologen gratis?

Das ist die Entscheidung des Psychologen. Die meisten Psychologen und Psychotherapeuten bieten kein gratis Erstgespräch an. Auch meine Erstgespräche werden ganz normal abgerechnet.

Wie lange dauert eine Stunde beim Psychologen?

Tatsächlich dauert eine Einheit beim Psychologen oder Psychotherapeuten nur 45 oder 50 Minuten, also keine ganze Stunde.

Wie viele Stunden dauert eine Psychotherapie durchschnittlich?

Zwischen 20 bis 300 Einheiten sind üblich. Das hängt von Ihnen, dem Therapeuten und seiner Methode/Psychotherapie-Schule ab. Kürzer sind Therapien, die sich auf Verhaltenstherapie stützen, am längsten dauert oft Psychoanalyse. Länger bedeutet nicht automatisch besser.

Wie viel kostet eine Stunde beim Psychologen?

Meist zwischen 80 und 120 €. Einen Überblick über die Kosten und alternative Möglichkeiten zur Finanzierung finden Sie hier.

Wie oft in der Woche findet eine Therapie statt?

Die meisten Patienten und Psychologen vereinbaren für die erste Zeit wöchentliche Einheiten, später 14-tägige oder monatliche Intervalle.

Wie alt muss ich für eine psychologische Behandlung oder Psychotherapie sein?

Normalerweise kann man ab 14 Jahren selbst entscheiden, ob man eine Therapie machen will oder nicht. Für die Behandlung selbst gibt es keine Altersgrenze, auch Kinder profitieren von psychologischer Behandlung. Unter 14 Jahren entscheiden allerdings meist die Eltern.

Können mich meine Eltern zu Psychotherapie oder psychologischer Behandlung zwingen?

Nur im Ausnahmefall, wenn Deine Gesundheit oder Dein Leben stark bedroht sind. Es reicht nicht, wenn Deine Eltern es nur für sinnvoll halten. Außerdem ist in jeder Therapie die Mitarbeit des Patienten wichtig, deshalb muss er freiwillig da sein.

Erfahren meine Eltern, was ich mit dem Psychologen bespreche?

Nein, außer Du möchtest das. Psychologen und Psychotherapeuten sind gesetzlich zu Verschwiegenheit verpflichtet.

Wann erreiche ich Psychologen und Psychotherapeuten am besten?

Versuchen Sie, 5 Minuten vor der vollen Stunde anzurufen. Das ist oft die Zeit zwischen 2 Einheiten (Einheit beginnt z. B. um 13.00 Uhr, dauert 50 Minuten. Um 13.55 Uhr hat er wahrscheinlich kurz Zeit).

Muss ich vorher zum Arzt?

Nein. Sie können direkt mit dem Psychologen Kontakt aufnehmen.

Checkliste: Was sollte beim Erstgespräch besprochen werden?

Klären Sie jedenfalls diese Punkte:
– Was sind Ihre Erwartungen, Vorstellungen?
– Welches Therapieziel möchten Sie erreichen?
– Wie lange soll die Therapie (grob geschätzt) dauern?
– Wie hoch ist das Stundenhonorar?
– Wie sollen die Rechnungen beglichen werden?
– Soll privat bezahlt werden oder kommen Kassenzuschüsse und andere Modelle infrage?
– Was passiert bei Urlaub, Ausfällen oder Absagen wegen Krankheit?